Geschichtliches Bereits
die alten Römer sollen diese entdeckt und genutzt haben, denn aus dem
Eisenkarbonat ließ sich verhältnismäßig leicht reines Eisen heraus schmelzen.
Vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert lieferten Erzgänge und Schmelzöfen
dem Valtrompia nicht nur Eisen sondern auch Wohlstand. In Waffen- und
Werkzeugschmieden wurde das Eisen im Tal verarbeitet und war für die Region der
Schlüssel zu wirtschaftlichem und militärischem Erfolg. Mit dem Niedergang
Venedigs, zu dem das Valle Trompia zu diesem Zeitpunkt gehörte, ging der Bergbau
im 18. Jahrhundert zurück und viele Werke wurden stillgelegt. Im folgenden
Jahrhundert wurde mit neuen Techniken und industriellen Methoden ein Neustart
begonnen. Doch die Eisenförderung konnte den niedrigen Weltmarktpreisen nicht
auf Dauer standhalten, und so wurde 1985 das letzte Bergwerk des Tales
geschlossen.
Der Parco Minerario
dell’Alta Valle Trompia Die “Agenzia Parco Minerario dell’Alta Valle
Trompia” hat inzwischen einige der alten Stollen wieder geöffnet und der
Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Sie sind Teil des “Parco Minerario”, der
insgesamt zehn Relikte der langen Bergbautradition der Region umfasst. Entlang
der so genannten “Via del Ferro” lässt sich der “Weg des Eisens” vom Abbau bis
zu seiner Verarbeitung verfolgen. Letztere fand überwiegend im vorderen Teil des
Tales statt. Dort ist heute in Sarezzo eine der ehemaligen Schmieden in ein
Museum umfunktioniert, wo man sehr anschaulich über die Eisenverabreitung
informiert wird. In der “Maglio Averoldi”, einer noch aktiven Schmiede in Ome,
bekommt der Besucher die künstlerische Seite der Eisenbearbeitung präsentiert.
Weiter taleinwärts gehören das Ethnografische Museum von Lodrino und die
alte Eisenhütte in Tavernole zum “Parco Minerario”. Im Alta Valtrompia, dem
oberen Teil des Tales, wo das Eisen abgebaut wurde, kann man die Bergwerke
Alfredo und Torgola besichtigen.
Abenteuer Bergwerk - Klettermine und Minentrekking Europas erster Kletter- oder
Abenteuerparcours “unter Tage” wird dem Wagemutigen in den Stollen des
ehemaligen Bergwerks S. Aloisio – in Tassara di Collio geboten. Nach gründlicher
Einweisung geht es fachmännisch gesichert und unter Aufsicht auf Seilbrücken,
Schaukelkonstruktionen oder Seilbahnen durch den Stollen.
Abenteuerlich ist auch die
4,5 km lange Trekkingtour durch die Stollen. Auf dem etwa 3 Stunden dauernden
Rundgang kann man sich bestens einen Eindruck über das Leben “unter Tage”
verschaffen.
Vorraussetzungen für das
Trekking Unter Tage - Mindestalter 15 Jahre - Sportliche Kleidung,
geeignet für Temperaturen von 13-14°C - Taschenlampe wenn möglich - 1
erwachsener Begleiter für bis zu 6 nicht volljährige Besucher
Wichtiger Hinweis In der Mine gibt es
Schimmelpilze, die bei Allergikern zu ernsthaften Problemen führen
können!
Öffnungszeiten & Preise
Trekking Mai -
August: Sonn- und feiertags, Einlass um 15 Uhr September & Oktober: Auf Voranmeldung
für Gruppen ab 20 Personen
Einzelpreis 15 € / 12 €
ermäßigt (Gruppen von Mindestens 5
Personen)
Öffnungszeiten & Preise Kletterpark Mai -
September: Sonntags 14 – 18 Uhr (letzter Einlass 17 Uhr)
Wochentags und im Oktober
nur auf Vorbestellung mit mind. Teilnehmerzahl 25 P. – Vorbestellung bis 15
Tage vor Termin
Mindestgröße der Kletterer: 1.40 m ! Einzelpreis 15 € / 10 € ermäßigt (Familien, Jugendliche und Begleiter) Gruppenpreis 12 € p.P. (ab 10 P.)
Weitere Informationen unter
www.miniereinvaltrompia.it, bzw. telefonisch unter
+39-030-9280022 |