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  „La Notte di San Lorenzo“ – die Nacht der Wünsche
  - Ganz Italien guckt in die Luft
- Legendenumwobener Sternschnuppenregen
- Romantischer geht es kaum
- Veranstaltungen unter anderem in Bardolino, Peschiera

Tausend Sterne, tausend Wünsche....
Wer eine Sternschnuppe sieht, darf sich was wünschen. Aber nur ganz still für sich, dann geht der Wunsch auch in Erfüllung.

Schenkt man dieser Weisheit Glauben, dürfte es am 10. August in Italien lauter wunschlos glückliche Sternengucker geben. Es ist „La Notte di San Lorenzo“ – der Gedenktag des Heiligen Laurentius und die Nacht, in der „die Sterne vom Himmel fallen“. An diesem Abend suchen sich die meisten Italiener ein möglichst dunkles Plätzchen und richten den Blick geduldig in die Luft. Sie warten auf den alljährlich auftretenden Sternschnuppenregen.
 
 

© fotolia - Zhanna Ocheret
Machen Sie es am besten wie die Italiener: Suchen Sie sich ein schönes dunkles Plätzchen außerhalb der Ortschaften und richten die Augen gen Himmel. Dazu eine gemütliche Decke, ein Fläschchen leckeren Rotwein, allerhand erfüllte Wünsche und die herrliche Kulisse des Gardasees – romantischer geht es kaum.
   
  Veranstaltungen zur Sternennacht
Oder Sie gehen beispielsweise nach Bardolino oder Peschiera, wo anlässlich der "Notte di San Lorenzo" Volksfeste mit gastronomischen Ständen und Musik gefeiert werden.


Meteoritengürtel beschert Sternenregen
Immer um den 10. August herum durchquert die Erde den Meteoritengürtel der Perseiden und es entsteht ein wahrhaft „himmlisches Feuerwerk“. Hunderte von Sternschnuppen ziehen im Laufe einer Nacht ihre feurige Bahn über den Himmel und sind alle mit bloßem Auge ohne Fernglas oder Teleskop zu sehen.

Wenn Laurentius weint
Im Volksmund heißen die August-Sternschnuppen „Laurentiustränen“ und gehen auf den spanischen Märtyrer Laurentius zurück. Der Legende nach wurde Laurentius – einer der sieben Diakone der Stadt Rom - am 10. August 258 nach Christus vom Kaiser Valerius auf einem glühenden Rost zu Tode gefoltert, weil er den Kirchenschatz unter den Leidenden und Armen verteilt hatte. Seitdem regnet es an diesem Tag feurige Tränen vom Himmel.

Glühender Kometenstaub
Wissenschaftlich betrachtet sind Sternschnuppen Kometenstaub, der mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eintritt, dort verglüht und dabei für uns sichtbar leuchtet. Die Sternschnuppen um den Laurentiustag werden als Perseiden bezeichnet, weil ihr Ausstrahlungspunkt im Sternbild des Perseus liegt. Sie stammen vom Kometen Swift-Tuttle. Dieser umkreist die Sonne und verliert dabei ständig kleine Teilchen, die er als Staub in einem Schweif hinter sich herzieht. Im August kreuzt die Erde diesen Meteoritenschweif und so sind stündlich zwischen 90 und 200 Sternschnuppen zu beobachten. Die beste Beobachtungszeit ist zwischen 22:00 und 4:00 Uhr, wobei sich in der Regel die Anzahl der Perseiden erhöht, je später es wird. Außerdem erkennt man die Sternschnuppen umso besser, je weniger störendes Licht einen umgibt.

 
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