Bozen - die Weinstadt in den Dolomiten

Bozen - die Weinstadt in den Dolomiten


Wie ein Juwel liegt die Hauptstadt Südtirols inmitten eines Tals, eingerahmt von Gipfeln der Dolomiten und üppigen Weinbergen. Die zwei Gesichter der Stadt - das nordeuropäisch und das mediterran geprägte - zeugen von der historischen und kulturellen Bedeutung als Tor zwischen Nord und Süd. Eine weltoffene Stadt erwartet Sie.

Bozen hat viel zu bieten: Die berühmten Lauben in der Altstadt, unter denen man herrlich spazieren und bummeln kann, zeugen vom bedeutenden ehemaligen Handelszentrum für Kaufleute aus Deutschland, Italien und ganz Europa. Einen genaueren Blick sind vor allem die Häuserfassaden wert. Die Schaufenster der eleganten Boutiquen laden zur Shoppingtour.

Kultur- und Kunstinteressierte sollten den Waltherplatz mit dem Walther-von-der-Vogelweide-Denkmal, Kornplatz und Waaghaus, den gotischen Dom Maria Himmelfahrt nicht auslassen. Im Sommer verwandelt sich Bozen in eine lebendige Kulturstadt mit vielfältigem Angebot: Das Bolzano Film Festival im April lädt seit 30 Jahren Cineasten in die Stadt, das international renommierte Südtirol Jazzfestival Alto Adige im Juli und August lässt Plätze, Straßen und Keller vibrieren. KLANGfeste auf Schloss Runkelstein wartet mit einem besonderen musikalischen Erlebnis auf, der Bolzano Danza bietet Aufführungen und Kurse im zeitgenössischen Tanz. Für Klassikfans bietet das Bolzano Festival Bozen mit den beiden Bozner Residenzorchestern im August und September Ohrenschmaus; zeitgenössische Kunst und Musik sind Themen des Transart Festivals im Herbst. 

Das kulinarische Vergnügen spielt aber das ganze Jahr über eine wichtige Rolle in Bozen. Allein ein Gang über den Obstmarkt nahe Neptunbrunnen lässt erstaunen. Das ging schon Goethe so. Am Wochenende gibt es einen Markt der Extraklasse mit Obst und Gemüse, Brot und Käse, Speck und Schinken.
Verschmelzung von verschiedenen Einflüssen ist auch in der Küche Bozens angesagt: Tiroler Tradition trifft mediterrane Feinkost. In den zahlreichen Restaurants werden Knödel und Kraut, Strudel und Kaiserschmarren, Topfen und Fisch, nicht zu vergessen: der Speck.

Dazu braucht es natürlich den richtigen Tropfen. Seit Menschengedenken wird in Bozen Wein angebaut. Die Rebanlagen prägen und schmücken die Landschaft; über Jahrhunderte holten sich Klöster und Bürger von jenseits der Alpen hier ihre Festtagstropfen. Noch heute gibt es in der Stadt selbst mehr als 20 Kellereien, in denen die herrlichen Weine abgefüllt werden. Zwei Sorten bürgen für die Qualität: Der granit- bis rubinrote Lagrein mit samtigem Geschmack, der bereits im Mittelalter getrunken wurde und der St. Magdalener, der aus der Vernatschtraube gewonnen, mit Lagrein oder Blauburgunder versetzt und für sein feines Aroma von reifen Kirschen, Veilchen und Mandeln geschätzt wird.

SÜDTIROLER ARCHÄOLOGIEMUSEUM
Seit 1998 ist hier Ötzi zu sehen, der Mann aus dem Eis, mitsamt seiner Kleidung und den Gegenständen, die er bei sich trug. Der zufällige Fund dieses Menschen und seiner Ausstattung 1991 am Tisenjoch im Schnalstal hat wichtige Forschungen über die Zeit, in der er vor 5.300 Jahren gelebt hat, möglich gemacht. Das Museum dokumentiert die örtliche Geschichte von der Altsteinzeit über die Mittelsteinzeit bis zur karolingischen Zeit mit der Reproduktion der Fresken der Kirche von Mals im Vinschgau.

MMM FIRMIAN - das Messner Mountain Museum
Im herausragenden Museumsprojekt des Bergsteigers Reinhold Messner, nimmt Schloss Sigmundskron sicherlich eine wichtige Rolle ein; Das Herzstück des „Messner Mountain Museum“, MMM Firmian auf Schloss Sigmundskron thematisiert auf seinem Parcours über Wege, Treppen, Türme die Auseinandersetzung Mensch-Berg. Kunst, Installationen, Reliquien führen die Besucher über die religiöse Bedeutung der Gipfel als Orientierungshilfe und Brücke zum Jenseits, bis zur Geschichte des Bergsteigens und zum alpinen Tourismus unserer Tage.

SCHLOSS RUNKELSTEIN
Das auf einem herrlichen Aussichtsfelsen gelegene Schloss Runkelstein ist bekannt für seine im Alpenraum wichtigsten und besterhalten profanen Fresken. Es wird im Jahre 1237 zum ersten Mal erwähnt, von den Brüdern von Wangen erbaut und anschließend mit Szenen aus dem Leben bei Hofe und interessanten Geschichten aus der Literatur der damaligen Zeit bemalt, wie den Terraverdemalereien von Tristan und Isolde und dem Ritter Garrel im Sommerhaus.

www.bolzano-bozen.it

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