Garda by Bike - die Ciclovia del Garda ist eines der spektakulärste Radwegprojekte Europas

Garda by Bike - die Ciclovia del Garda ist eines der spektakulärste Radwegprojekte Europas


Garda by Bike, oder Ciclovia del Garda - diese Namen stehen für ein ambitioniertes Radwegeprojekt, dass am Gardasee in einigen Jahren eine komplette Seeumrundung möglich machen soll. Noch sind nicht alle Fragen geklärt, wie der Generalplan im Detail umgesetzt wird. Ein Großteil wird im Rahmen der Finanzierung durch den europäischen Wiederaufbaufonds bis 2026 gebaut. Einige spektakuläre Teilstücke sind bereits jetzt zu sehen. Es herrscht eine intensive Diskussion darüber, ob die Steiluferabschnitte sinnvoll weiterzuführen sind.

Der spektakuläre Radweg zwischen Limone sul Garda und Riva del Garda
Der vielleicht berühmteste Radweg am Gardasee befindet sich am Nordwestufer und führt von Limone sul Garda aus in Richtung Norden. Spektakulär am Steilufer befestigt, führt der bisher nur 2 km lange Rad- und Fußgängerweg allerdings noch ins Nichts. 5 km trennen den Weg noch von der nördlichen Nachbarstadt Riva del Garda. Doch von Norden her ist deutlich Bewegung in die Geschichte gekommen. Nach der Fertigstellung des Abschnitts vor dem Eingang zur Ponalestraße soll die Verbindung nach Limone an diesem ingenieurtechnisch äußerst anspruchsvollen und kostenintensiven Teilstück 2026 geschafft sein.

Ein wichtiger Hinweis: Befahren Sie mit dem Rad auf keinen Fall die Straßentunnel der Gardesana. Diese sind eng, nur schwer einzusehen und stark befahren. Gerade zur Sommerzeit ist auf Grund des großen Urlauberandrangs auf dem Rad- und Fußweg von Limone ein flüssiges Vorankommen kaum möglich. Genießen Sie den nur 2km langen Weg besser zu Fuß.

Eine neue Radwegverbindung am Nordufer (Riva-Torbole)
Eine komplett neue Streckenführung wird Radfahrer von Riva del Garda nach nach Torbole führen: Von Limone sul Garda kommend, bzw. vom Einstieg in die Ponalestraße aus, wird der Gardaseerundweg die Altstadt und die Strände von Riva komplett umfahren. Hierfür soll die heute noch von Autos stark befahrene Viale Rovereto zur Hälfte zu einem Radweg umgestaltet werden. Zurück zum Seeufer geht es am Yachthafen San Nicolò, vor den Felsen des Monte Brione. Hier, wo sich bisher Fußgänger und Radfahrer den Weg in Richtung Torbole teilen müssen, soll ein Fußweg als "Balkon" über dem Wasser ergänzt werden, um die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern gleichermaßen zu erhöhen. In Torbole geht es dann weiter auf einem straßenbegleitenden Radweg entlang der Hauptstraße, um in der Nähe des Zentrums nach Links auf den Etschtalradweg zu stoßen. Das Verbindungsstück hinauf nach Nago ist bereits in Bau.

Baubeginn für den Radweg von Malcesine nach Torbole-Nago
Genau auf der gegenüberliegenden Seite des Gardasees ist am 10. Februar 2023 der Startschuss für die wichtige Radwegverbindung von Malcesine in Richtung Torbole gefallen. Den Anfang hat hier das Veneto gemacht. 2,5 km Radweg über Brücken und durch Tunnel sollen in den kommenden 2 Jahren von Malcesines Ortsteil Baitone bis zur Provinzgrenze mit dem Trentino geschaffen werden. Das technisch äußerst anspruchsvolle Teilstück bis nach Torbole dürfte allerdings noch etwas auf sich warten lassen. Ein konkreter Umsetzungsplan liegt derzeit noch nicht vor.

Vom Malcesine bis nach Brenzone sul Garda ist der Radweg bereits fertig
Der Radweg von Brenzone sul Garda nach Malcesine ist eines der schönsten Beispiel dafür, wie ein Radweg am Gardasee aussehen kann. Der Weg schlängelt sich direkt am Wasser entlang und damit in sicherer Distanz zur Uferstraße Gardesana. Der breite asphaltierte Weg, den sich Radfahrer und Fußgänger teilen ist abends beleuchtet und kann auch mit Rollstuhl und Kinderwagen problemlos genutzt werden. Hier heißt es also genussvoll slow zu bleiben!

Eine Fortsetzung des Radwegs auf dem Gemeindegebiet von Torri del Benaco soll in kürze in Angriff genommen werden. Ab Ende 2025 wird man dann von Malcesine bis kurz vor Punta San Vigilio über knapp 35 km durchgehend mit dem Rad entlang des Seeufers fahren können. Wie das "Nadelöhr" Punta San Vigilio umfahren werden kann, um eine Verbindung weiter nach Garda herzustellen, ist noch nicht entschieden. Wahrscheinlich wird es vorher einen Abstecher geben, der vom Seeufer weg, direkt nach Garda führt.

Von Garda nach Peschiera del Garda und zum Mincioradweg
Nicht überall führt der Gardaseerundweg direkt am Seeufer entlang. Anders als man vielleicht meinen könnte gehört die Seepromenade am Südostufer, die zu weiten Teilen bereits heute von Radfahrern und Fußgängern gemeinsam genutzt wird, nicht zum Gardaseerundweg. Zu viele Radfahrer werden erwartet, als dass ein entspanntes Radeln zwischen Garda, Bardolino, Lazise und Peschiera del Garda entlang des Ufers möglich wäre. Der geplante Rundweg wird stattdessen etwas oberhalb der Ortschaften durch Weinberge und Olivenhaine führen und in Peschiera del Garda einen Anschluss an den Mincioradweg bekommen. Die Umsetzung dieses Teilstücks soll bis Ende 2025 erfolgen.

So ist der Gardaseerundweg im Südwesten geplant
Auch auf der lombardischen Seite des Gardasees steht man nicht still. Der Arbeiten am lombardischen Abschnitt des Garda-Radweges beginnen offiziell in Lugana di Sirmione. Von hieraus soll der Radweg mit etwas Abstand zum Ufer von Colombare nach Rivoltella und dann landeinwärts um Desenzano del Garda herum bis zur Abtei Maguzzano bei Lonato del Garda führen.
Ab Padenghe geht die Strecke dann weiter durch das Valtènesi, über Moniga del Garda und Manerba del Garda weiter nach Raffa di Puegnago und über Cunettone nach Salò. Auch hier führt der Radweg nicht unmittelbar entlang des Ufers.

Von Salò nach Toscolano Maderno und dann mit der Fähre nach Limone?
Ab Salò wo die Berge eine großzügige Verkehrsplanung unmöglich machen, wird die Planung etwas komplizierter. Hier soll der Radweg entlang der Gardesana durch Salò führen. In Gardone Riviera sollte der Radweg ursprünglich über einen Steg am See entlang führen. Allerdings hat sich von Seiten einiger Hotels und Villenbesitzer mit direktem Seezugang Widerstand gebildet, da um die Privatsphäre in bisher privilegierter Lage gefürchtet wird. Im Herbst 2023 wurde schließlich eine Lösung gefunden, die den Radweg oberhalb der Gardesana durch den Ort und weiter in Richtung Toscolano Maderno führen wird. Ob von Toscolano der Radweg weitergeführt wird, oder das Teilstück bis Limone mit der Fähre überwunden werden muss, steht noch nicht fest.

Wollen Sie wissen, wie es mit dem Gardaseeradweg weitergeht und ab wann die Seeumrundung möglich sein wird? Dann melden Sie sich zu unserem kostenlosen Gardasee-Newsletter an. Wir halten Sie aber über alle Entwicklungen auf dem Laufenden!

Hier finden Sie eine Gesamtübersicht über den geplanten Radweg rund um den Gardasee >> Download

Fotostrecke: Garda by Bike - die Ciclovia del Garda ist eines der spektakulärste Radwegprojekte Europas


Der ca. 2 km lange Abschnitt geht von Limone sul Garda bis zur Grenze zwischen der Lombardei und dem Trentino-Südtirol. Noch sind es allerdings eher die Fußgänger, die  auf diesem teilweise freischwebenden Weg einen wunderschönen Panoramablick über den Gardasee genießen. Auf Grund der großen Beliebtheit des Weges ist gerade im Sommer zwischen den vielen Fußgängern nicht an Radfahren zu denken.

Von Riva del Garda aus ist man außerdem derzeit noch auf die Fähre angewiesen, um zu dem Teilstück in Limone sul Garda zu gelangen.

Die technischen Herausforderungen für das insgesamt über 5 km lange Teilstück bis Riva del Garda sind groß und der Termin für die Fertigstellung nicht wirklich sicher. Geplant ist die Fertigstellung für Ende 2025.

Nach seiner Fertigstellung wird dieser Radwegeabschnitt jedoch ein wichtiges Puzzleteil sein, um die gesamte Umrundung des Sees möglich zu machen. Der Gardaseeradweg wird mit der Ciclovia del Sole und der Ciclovia Vento verbunden sein und in den kommenden Jahren ein über tausend Kilometer langes Wegenetz für Fahrradfahrer bilden. In den nächsten Jahren wird sich also der Traum von einem Gardasee-Rad-Rundweg erfüllen und es steht noch mehr spannenden Touren in diesem oberitalienischen Bikerparadies nichts mehr im Wege - 160 km Genuss auf zwei Rädern.
 

Weitere Tipps zum MountainbikenRennradfahren und Radwandern.

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