Italienische Küche wird UNESCO-Kulturerbe
Die italienische Küche hat Geschichte geschrieben: Als erste Küche weltweit wurde sie vom UNESCO-Komitee einstimmig als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt. Die Entscheidung fiel bei der Sitzung im indischen Neu-Delhi und löste begeisterten Applaus aus.
Die UNESCO würdigt die italienische Küche als „kulturelle und soziale Mischung kulinarischer Traditionen“, die weit über das reine Kochen hinausgeht. Sie sei ein Ausdruck von Fürsorge, Liebe und kultureller Verwurzelung – und biete den Menschen die Möglichkeit, ihre Geschichte zu erzählen und die Welt um sie herum zu erleben.
Laut UNESCO fördere das Kochen nach italienischer Art soziale Inklusion, stärke zwischenmenschliche Bindungen und ermögliche ein lebenslanges, generationenübergreifendes Lernen.
Für Italienerinnen und Italiener sei Kochen „eine gemeinschaftliche Tätigkeit, die Intimität mit den Zutaten, Respekt vor Lebensmitteln und das Zusammensein am Tisch betont.“ Traditionen wie ressourcenschonendes Kochen und die Weitergabe von Rezepten, Fähigkeiten und Erinnerungen von Generation zu Generation seien fest verankert. So werde Kochen zu einer inklusiven Erfahrung, die individuelle und gemeinschaftliche Momente verbindet und kulturelle sowie generationenübergreifende Grenzen überwindet.
Mit dieser Anerkennung wird die italienische Küche endgültig zum global geschätzten Kulturerbe – ein Fest für Gaumen, Kultur und Gemeinschaft zugleich.