Fabrizio Sama, ein Hotelier der alten Schule

Fabrizio Sama, ein Hotelier der alten Schule


Fabrizio Sama ist so etwas, was man einen Hotelier der „alten Schule“ bezeichnen würde - aus Überzeugung. Aber was bedeutet das eigentlich – alte Schule – und ist in dieser Art die Gäste zu empfangen nicht etwas, was wir uns alle als Gast wünschen?

Fabrizio Sama lebt in Malcesine, wo er mit Leib und Seele Hotelier ist. Die Villa Smeralda an der Strada Panoramica gehörte bereits seinen Eltern. Hier ist er groß geworden und hier hat er die Werte gelernt, die seine Art Gastgeber zu sein, heute so besonders machen. Fabrizio ist das, was man einen Hotelier der „alten Schule“ bezeichnen würde - aus Überzeugung. Aber was bedeutet das eigentlich – alte Schule – und ist in dieser Art die Gäste zu empfangen nicht etwas, was wir uns alle wünschen? Im Hotel Villa Smeralda genauso wie in seinem Hotel Villa Lisa sind 90 Prozent seiner Gäste Stammkunden. Da ist die Familie aus Stuttgart, die seit dem Jahr 1972 Urlaub in der Villa Smeralda macht. Erst allein, dann mit Kindern, und jetzt mit den Enkelkindern. Das sind seine Gäste, die mit ihm zusammen im Hotelgarten die WM 82 geguckt haben. Einige seiner Gäste erzählen, ihn bereits in der Wiege gesehen zu haben. Und diese Gäste sind für Fabrizio eine Art Familie.

Mehr als bloße Gastfreundschaft
Für ihn ist die Verbindung zu seinen Gästen mehr als bloße Gastfreundschaft – sie ist ein gewachsenes Vertrauen, das seine Eltern einst begründet haben und das er mit Herz weiter pflegt. Fabrizio folgt vielen Trends des modernen Hotelmanagements nicht. So gibt es bei ihm zum Beispiel heute noch feste Preislisten statt „Revenue-Management“. Es gibt also keine Jagd nach dem besten Preis im Stile von Billigairlines. „Ich möchte einfach nicht, dass ein Gast, der seit Jahren zu uns kommt, am Pool erleben muss, dass sein Zimmernachbar für das gleiche Zimmer weniger bezahlt hat.“ Auch die großen Buchungsportale sind nicht seins. Sie bringen seiner Meinung nach nicht mehr Urlauber an den See, als ohnehin kommen würden. Sie entziehen der Region durch die Provisionen viel Geld. Ein wenig wie die großen Online-Händler den Läden in der Stadt nicht gutgetan haben.

Fotostrecke: Fabrizio Sama, ein Hotelier der alten Schule


Ein Hotel braucht eine Seele
Ein Hotel braucht eine Seele, einen eigenen Charakter, so meint Fabrizio. Und ein auf Langfristigkeit angelegtes Verhältnis zu seinen Gästen. In diesem Jahr hat er viele seiner Zimmer renoviert, ohne die Preise zu erhöhen. Eine kleine Überraschung, die er seinen Gästen bereiten wollte. Vielleicht kommt im kommenden Jahr ein Wintergarten mit Indoor-Pool hinzu, um auch an Herbstabenden noch die wunderbare Aussicht genießen zu können. Mehr Betten, um immer weiter zu wachsen, gehören jedenfalls nicht zu seinem Plan. Ziel ist für Fabrizio eine Steigerung der Lebensqualität. Die seiner Gäste und seine eigene. Ob seine beiden Söhne einmal in die Familientradition weiterführen möchten, weiß er noch nicht. Noch gehen sie zur Schule, schauen sich die Welt an – Schottland, die USA. Auch Fabrizio selbst hat andere Jobs gehabt, bevor er sich dazu entschlossen hat, in die Fußstapfen seiner Eltern zu treten. „Es muss Leidenschaft für das da sein, was man macht, sonst macht man es nicht gut.“ Eine gute alte Schule, die uns und scheinbar auch seinen Gästen sehr gut gefällt.


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