Monzambano

Herrlich eingebettet in das sanfte Hügelland des südlichen Gardasees

Der Name Colline Moreniche (auf Deutsch: Endmoränenhügel) bezeichnet das sanfte Hügelland, dass den südliche Gardasee prägt, das Hinterland von Sirmione, Peschiera und Desenzano del Garda, das sowohl für seinen hervorragenden Wein bekannt ist, als auch Schauplatz einiger der wichtigsten Kapitel der Italienischen Geschichte war. Einer der hübschen Orte ist Monzambano.

Monzambano - vom Mincio umspült und doch vom See geprägt

Monzambano liegt zwischen den Moränenhügeln im Hinterland des Gardasees, zwischen uralten Olivenbäumen, Zypressen und Weinbergen. Der Ort ist bekannt für seine herzliche Gastfreundschaft und für die faszinierenden itinerari turistici - verschiedene touristische Routen auf denen man die Geschichte, Kulinarik und die herrliche Landschaft kennenlernt. Egal ob Agriturismo oder Bed & Breakfast, Trattoria oder Restaurant, man man trifft überall auf typische gastronomische Besonderheiten, immer in Begleitung von exzellenten Weinen. Und das alles in einer traumhaften Landschaft.

Für die alle, die gerne auf zwei Rädern unterwegs sind, ist der Radweg von Peschiera nach Mantova ein absolutes Muss. Eine "grüne Autobahn", die längste Italiens, windet sich 43 km entlang Flusses Mincio. Auf dem Weg kann man ganz entspannt und aus einer anderen Perspektive die einzigartige Landschaft Monzambanos erkunden.
Im Paese dei due Castelli, im "Ort der zwei Burgen", kann man Kunst und Kultur erleben. Es führt kein Weg vorbei an einem Besuch der mittelalterlichen Burg mit dem Oratorium von S. Biagio (erbaut auf den Grundmauern der alten romanischen Pfarrkirche S. Maria). Man sollte auch unbedingt auf den Torre dell'Orologio, den alten Uhrturm, steigen. Von dort aus kann man ein atemberaubendes Panorama über das Minciotal genießen.
Die zahlreichen Kirchen sind charakteristisch für die Region. Einen Besuch sollte man auf jeden Fall der Pfarrkirche San Michele Arcangelo mit ihren vielfarbigen Marmorverziehrungen abstatten. Und auch die Kirche Beata Vergine Annunciata (besser bekannt als Disciplina) ist einen Besuch wert. Hier gibt es ein  Kruzifix, das zum Schutz vor Tierplagen aufgehängt wurde.

Ein kleines Juwel ist dann die Piazzetta delle Arti e Mestieri, "Platz der Künste und des Handwerks", der kürzlich restauriert wurde und von dem aus man den Verlauf des Mincio überblicken kann. Wenige Kilometer vom Zentrum (centro storico) entfernt liegt das Dorf Castellaro Lagusello, eines der schönsten Dörfer Italiens und seit 2011 UNESCO-Weltkulturerbe. Man hat dort eine Pfahlbausiedlung gefunden. Das Dorf ist umgeben von mittelalterlichen Mauern und Türmen. Besonders zu empfehlen: ein Besuch auf dem Glockenturm. Im Jahr 2015 wurde er restauriert, seit 2016 ist er für die Öffentlichkeit zugänglich und kann an Feiertagen und Wochenenden besucht werden. Von der Spitze aus kann man den wunderschönen Blick auf den herzförmigen See genießen. Dieser ist ein bedeutendes Naturschutzgebiet mit wilden Orchideen und unzähligen anderen Pflanzen- und Tierarten. Zum Naturschutzgebiet gibt es eine dauerhafte Fotoausstellung im Glockenturm und ab zu dient er auch als Location für weitere Kunstausstellungen.

Ende April findet in Castellaro die Veranstaltung I Fiori di Castellaro statt. Sie ist weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt und zeiht jedes Jahr Tausende von Besuchern an. Die Straßen des Örtchens werden von den bekanntesten italienischen Blumen- und Gartendesignern umgestaltet und dekoriert. Anfang September erwacht Castellaro zum Leben mit Straßenkünstlerfestival Buskers.

Sehenswert ist auch die dem Heiligen Nikolaus geweihte Pfarrkirche (18. Jahrhundert), in der es eine wertvolle Holzstatue der Jungfrau Maria aus dem 15. Jahrhundert zu bestaunen gibt. Im Ortsteil Olfino können Sie die romanische Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit besuchen, deren Innenraum reich mit allegorischen Stuckarbeiten verziehrt ist. Diese überlagern alte Fresken aus dem 16. Jahrhundert, von denen aber noch einige Spuren erhalten sind. Lebendig wird es hier Mitte Juli bei der Sagra del Polastrèl.
Und wenn man dann noch nicht genug hat, sollte man auch noch dem Oratorio di Monte Uliveto aus dem 17. Jahrhundert einen kurzen Besuch abstatten, das dem heiligen Josef gewidmet ist.

Die Weine, das Öl, der Honig und die Heilkräuter gehören zu den Hauptprodukten der Region. Diese Erzeignisse werden natürlich auch ordentlich gefeiert. Höhepunkt des Jahres ist dabei sicherlich im September die Festa dell'Uva. Während dieses Weinfests kann man in die mittelalterliche Atmosphäre des Ortes eintauchen. Die Burg wird zum Leben erweckt und viele Moment aus der Geschichte des Ortes werden live nachgestellt. Dabei werden verscheiden Betriebe miteinbezogen, die den Besuchern Verkostungen anbieten - z.B. die berühmten capunsei oder tortelli di zucca (Kürbistortellini).

Monzambano hat wirklich eine außergewöhnlichen Lage: Es liegt ganz in der Nähe des Gardasees und trotzdem abseits der Touristenströme. Städte wie Mantova, Brescia und Verona sind sehr schnell zu erreichen. Und auch Mailand oder Venedig sind nicht allzu weit entfernt.

Monzambano Infopoint
P.zza V. Emanuele III.13
46040 Monzambano (MN)
Öffnungszeiten:
Freitag 9:30 - 12:30 Uhr und 14:30 - 18:30 Uhr.
Samstag, Sonntag, Montag 9:30 Uhr -12:30 Uhr
E-Mail: turismo@monzambano.gov.it
Telefon: +39 345 6614141
www.monzambanotourist.it

Weitere Informationen zu Monzambano

Bildnachweis: Comune di Monzambano; gardasee.de