Am Zebrastreifen wird angehalten! - neue Verkehrsregeln in Italien

Am Zebrastreifen wird angehalten! - neue Verkehrsregeln in Italien


Die italienische Regierung hat diese Woche einige Änderungen in der Straßenverkehrsordnung verabschiedet und den Bußgeldkatalog angepasst. An Zebrastreifen ist Anhalten jetzt Pflicht, Fahrzeuge mit Behindertenausweis erhalten erweiterte Parkmöglichkeiten und auch für Elektroautos soll es leichter werden.
Wer kennt die Situation nicht? Man steht am Zebrastreifen, und der kontinuierliche Fluss von Autos bricht einfach nicht ab. Gerade auf stark befahrenen Straßen kann es in Italien manchmal sehr lange dauern, bis man auf die andere Straßenseite gelangt. Doch das soll sich ab sofort ändern. Denn die Straßenverkehrsordnung sieht statt einer Aufforderung ab sofort die Pflicht vor, Fußgänger am Zebrastreifen überqueren zu lassen. Und auch andere Ärgernisse des täglichen Straßenverkehrs sollen von den jetzt von der italienischen Regierung verabschiedeten Änderungen zumindest zum Teil behoben werden. Hier die weiteren Neuerungen:

Parken mit Behindertenausweis
Sind alle ausgewiesenen Behindertenparkplatz belegt, kann ein Auto mit entsprechender Kennzeichnung ab sofort auch auf den mit der Farbe Blau als kostenpflichtig markierten Parkplätzen kostenfrei parken.

Parken und Aufladen von Elektroautos
Unrechtmäßiges Parken auf Parkplätzen, die für Elektroautos reserviert sind, kostet ab sofort 87 Euro Bußgeld. Auf Parkplätzen, die zum Wiederaufladen von Elektroautos dienen, dürfen auch Elektroautos nicht länger parken, als zur Aufladung benötigt wird. Wer mehr als 1 Stunde nach Beendigung des Ladevorgangs mit dem Elektroauto den Ladeplatz weiter belegt, wird so behandelt, als hätte er ohne Elektroauto falsch geparkt und wird mit demselben Bußgeld verwarnt. Diese Einschränkung gilt nicht von 23 bis 7 Uhr, es sei denn, es handelt sich um eine Schnellladesäule.

Elektro-Motorräder dürfen jetzt auf die Autobahn
Ab einer Leistung von 11 KW dürfen ab sofort auch Elektro-Motorräder die Autobahn sowie Schnellstraßen benutzen. Für Elektro-Roller (Vespa etc.) bleibt die Benutzung der Schnellstraßen verboten.

Lichter für das Fahrrad auch tagsüber Pflicht
Neu ist in Italien auch die Pflicht, das eigene Fahrrad zu jeder Tages- und Nachtzeit mit funktionierender Beleuchtung auszustatten. Bisher galt diese Pflicht nur von Einbruch der Dunkelheit bis zur Morgendämmerung.

Höhere Bußgelder
Generell sieht die Änderung der Straßenverkehrsordnung ab sofort höhere Bußgelder vor. Kostete es bisher 108 Euro Müll aus dem Auto zu werfen, so ist der Preis nun auf 2016 Euro angepasst worden. Der Preis für das Parken in Fußgängerzonen steigt von 42 auf 87 Euro. Bei der Nutzung von Handys am Steuer hat es nach Meinung der Zeitung "Il Sole 24 Ore" dem Gesetzgeber an Mut gefehlt, den Entzug des Führerscheins durchzusetzen. Seit Jahren redet man über diese weit verbreitete und äußerst gefährliche Unart. Den Zorn der Wähler wolle aber scheinbar niemand riskieren.

Quelle: Il Sole 24 Ore

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