Sehenswertes in Verona

Läuft man den alten „Decumano massimo“ und die alten Via Postumia, heute Corso Cavour, Corso Portoni Borsari und Corso Sant’Anastasia entlang, stößt man auf die Ausgrabungsstätten mit den Überresten der Stadt zur Zeit der Römer und der Scaliger. Alle diese kostbaren Schätze der Antike sind unglaublich gut erhalten und das alltägliche Leben um die architektonischen Kostbarkeiten herum findet mit größtem Respekt, voller Würde und Erhabenheit statt.

Ein Besuch der Stadt wird zum unvergesslichen Ereignis, denn die Seltenheit des wunderschönen Stadtbildes sorgt für anhaltendes Staunen.Wir haben die schönsten Sehenswürdigkeiten für Sie herausgesucht.

Arena di Verona
Ausführliche Informationen und das Programm der Opernfestspiele finden Sie hier.

Ponte di Pietra –  Steinerne Brücke
Die römische Bogenbrücke, die über die Etsch führt, wurde um 100 v. Chr. wurde im zweiten Weltkrieg von den zurückziehenden deutschen Truppen zerstört und im Jahre 1957 aus Originalmaterial wieder hergestellt.

Das Haus von Julia
Nach dem Drama von William Shakespeare wurde ein Gebäude nahe der Piazza Erbe ganz besonders in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. In dem Innenhof des Palazzos aus dem 12. Jahrhundert, das einst der Familie Dal Cappello gehörte, befindet sich der Balkon von Julia. Im 18. Jahrhundert ergaben sich die Vermutungen, dass Cappello mit dem Namen Capuleti gleichzusetzen sei und damit dies das Haus von Julia sei.
Der Balkon sowie Fenster im Inneren Hof und das gotische Tor wurden allerdings erst bei radikalen Restaurierungsarbeiten in den Jahren 1936-1940 hinzugefügt.

Arco dei Gavi
Zu römischen Zeiten Veronas genoss die Familie Gavi hohes Ansehen. Dieser Familie zu Ehren , wurde dieser Vierfrontbogen im 1. Jahrhundert n. Chr. errichtet. 1932 wurde das Monument neben dem Castelvecchio wieder aufgebaut, nachdem es 1805 während der Oberherrschaft der Franzosen abgerissen wurde.

Porta dei Borsari
Vom ehemaligen Eingangstor des römischen Veronas ist die Vorderseite bestehen geblieben. Eine Inschrift auf dem aus weißen Kalkstein gebauten Tors erinnert an die Restaurierung der Stadtmauern durch Kaiser Gallieno im Jahre 265 n. Chr. 

Scaligersteinsärge
Der Scaligerfriendhof liegt bei der kleinen Kirche S. Maria Antica. Ein Schmiedeisernes Gitter umgibt den einige Sarkophage und die drei prachtvollen Steinsärge von Cangrande I., Mastino II. und Cansignorio. Das Gitter verdient seine Pracht vor allem durch das wiederkehrende Motiv des Adelsemblem der Scaliger. Die Originalreiterstatuen von Cangrande und Mastino wurden zum Schutze ihrer Erhaltung verlegt worden. Die Statue von Cangrande befindet sich im Castelvecchio.

Giardino Giusti
Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Gestaltung des Gartens von Giusti begonnen und beeindruckt vor allem durch seine elegante Anordnung, einfallsreiche Formgebung sowie einer harmonischen Kombination unterschiedlichster Elemente, Natur und Architektur vereinend. Er gilt als einer der schönsten Renaissance-Gärten und liegt nur 15 Gehminuten vom Zentrum Veronas entfernt, bietet eine fantastische Sicht auf Verona und macht seinem Beinamen "all'italiana" alle Ehre.

Museen

Castelvecchio und Scaligerbrücke
Das Museum in der ehemaligen Scaliger Festung ist eines der bedeutendsten Kunstmuseen des Veneto. Von den Scaligern im 14. Jahrhundert erbaut, diente das Castelvecchio sowohl als herrschaftliche Residenz wie auch als Festung und später als Kaserne. Seit 1928 befindet sich das Museum für veronesische Malereien und Bildhauerei ab dem Mittelalter. Berühmtestes Kunstwerk ist die Reiterstatue, der "Lächelnde Ritter zu Pferde", die des Cangrande della Scala.

Museo Archeologico
Das Museum befindet sich im Teatro Romano. Hier sind zahlreiche archäologisch wertvolle Exponate zu finden. 

Palazzo Forti - Moderne Kunst
Vor einer historischen Kulisse aus dem 13. Jahrhundert, präsentiert der Palazzo Forti eine beträchtliche Sammlung der Kunst der Moderne. Darunter imposante Werke von Cindy Sherman, Vanessa Beecroft, Sol Lewitt, Joseph Kosuth, Chen Zhen, Bill Viola oder Maurizio Cattelan. Nähere Informationen zur Dauerausstellung "ConfinInfranti - Broken Boundaries" finden Sie hier.

Plätze

Piazza del Erbe
Der Platz beeindruckt durch seine kunstvollen historischen Fassaden. Den Blick von Palast zu Palast schweifen lassen, die Fresken auf den mittelalterlichen Bürgerhäusern bewundern und das herrliche Licht genießen, das durch den creme-aprikosenfarbenen Marmorboden reflektiert wird, so versteht man, warum Verona so unvergleichlich bezaubernd wirkt. Das Zentrum des Platzes wird von einem antiken Brunnen dominiert, der schon seit vielen Jahrhunderten zum Symbol der Stadt gilt und als „Madonna Verona“ bezeichnet wird. Der Brunnen wurde von den Scaligern (della Scala) unter Wiederverwendung der römischen Statue erbaut.  Der Platz diente einst als römisches Forum und Zentrum des Bürgerlebens. Diese Eigenschaften hat der Platz über viele Jahrhunderte bis heute beibehalten. Auch heute befinden sich hier Märkte und die Verwaltung der Stadt. Die Monumente symbolisieren die verschiedenen Oberherrschaften der Stadt. Am Ende des Platzes befinden sich der Turm des Gardello aus dem 14. Jahrhundert und der Barockpalast Maffei. Lohnend ist ein Aufstieg auf den Turm der Lamberti, der über den Hof des Rathauses zu erreichen ist und einen beeindruckenden Blick über die Stadt bietet.

Piazza dei Signori
Der Platz ist von eindrucksvollen Scaliger Palästen umbaut und, von der Piazza del Erbe kommend, die sich in unmittelbarer Nähe befindet, befindet sich rechts der romanische Palazzo del Comuno, Ende des 12. Jahrhundert erbaut, mit seinem 83 m hohen Turm und der der Justizpalast aus dem 14. Jahrhundert. Im Keller des ehemaligen Gerichts befindet sich ein archäologischer Weg mit den baulichen Überresten aus der römischen Epoche bis hin zum 14. Jahrhundert. Auf der linken Seite des Platzes steht ein eindrucksvoller Palast aus der Zeit der venezianischen Oberherrschaft, die Loggia von Frà Giocondo.In der Mitte befindet sich das Denkmal des berühmten Dichters und Philologen Dante Alighieri, der sich während seines Exils in Verona aufhielt.

Kirchen

Duomo Santa Maria Matricolare
Die Besonderheit des Doms liegt in der Vereinigung von romanischen und gotischen Bauelementen. Das Portal Nicolò mit seinen zeitgenössischen romanischen Steinmetzarbeiten und die Fresken von 1500 sowie das Altargemälte von Tizian sind sehr bekannt.

San Zeno
Die Basilika San Zeno Maggiore ist ein romanischer Bau aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Die Kirche zeichnet sich durch eine ansprechende Farbgestaltung und einen harmonsischen Bausstil aus. Berühmt ist das Bauwerk vor allem aufgrund der großen Fensterrose sowie seines Glockenturms und des Turms der angrenzenden Abteil.

Sant’Anastasia
Die größte gotische Kirche Veronas wurde zwischen 1290 bis 1481 von den Dominikanern erbaut. Die Kirche ist berühmt für seine reiche Gestaltung des Innenraums und für das Weihwasserbecken, das von "due gobbie", zwei Renaissancefiguren, getragen wird. Hier befinden sich auch Gräber von herausragenden Persönlichkeiten Veronas.

San Lorenzo
Die romanische Kirche aus dem 9. Jahrhundert n. Chr. verfügt über besonders interessante Architektur und hat zwei besteigbare Türme und wurde aus typisch veronesischem Baumaterial erstellt und im Inneren befinden sich schöne Freskenmalereien.

Informationen zu der Verona Card, mit der man die öffentlichen Verkehrsmittel der AMT benutzen kann, die freien Eintritt in Museen, Denkmäler und andere wichtige Institutionen der Stadt beinhalten, finden Sie hier.

Bildnachweis: Fotos: Thilo Weimar