Tortelli mit Kürbisfüllung

Die klassischen Tortelli di Zucca – Tortelli mit Kürbisfüllung

„Di zucca in zucca“ heißt eine Veranstaltungsreihe der Bauernvereinigung der Region Mantua, die schon seit über 20 Jahren besteht. Wie die Tomate kam der Kürbis vor Jahrhunderten aus Südamerika nach Italien. Anlässlich der Kürbiswochen gibt es Veranstaltungen und Kürbismenüs. In der Region Mantua ist Kürbis eines der ganz wichtigen Herbstgemüse, „cucina mantovana“ ohne Kürbis undenkbar. Am bekanntesten sind die „Tortelli di Zucca“, zu denen unbedingt auch die Mostarda Mantovana, das mit Senföl konservierte Obst, gehört.

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Zutaten für ca. 4-6 Personen:

Füllung:
2 kg Kürbis
2-3 EL Mostarda Mantovana z.B. aus Äpfeln oder Birnen
100 g Amaretti
Abrieb einer Bio-Zitrone
Muskatnuss, Salz, Pfeffer
50 g Grana, frisch gerieben

Für den Teig:
400 g Mehl
4 Eier
Salz, Olivenöl

Zum Anrichten:
Butter
Salbeiblätter

 

Zubereitung der Füllung:
Den Kürbis schälen (bei Hokkaidokürbis entfällt dies) und das Fruchtfleisch in Spalten schneiden. Im Ofen bei 180°C etwa 20 Minuten backen. Inzwischen die Mostarda klein hacken, die Amaretti mit Hilfe eines Nudelholzes zerkleinern. Wenn das Kürbisfleisch weich ist, aus dem Ofen nehmen und mit einer Gabel zerdrücken. Mostarda und Amaretti zugeben, mit frisch geriebener Muskatnuss, dem Zitronenabrieb und Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Den Grana zugeben und anschließend etwas ruhen lassen. Sollte die Masse zu weich sein, ggf. noch etwas geriebenen Grana hinzufügen.

Zubereitung des Teigs:
Mehl auf die Arbeitsfläche geben, in der Mitte eine Mulde formen, dort Eier, Salz und Öl zugeben. Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Teig eine Viertelstunde in Folie verpackt ruhen lassen. Danach den Teig mit einem Nudelholz oder der Nudelmaschine zu dünnen Teigblättern ausrollen.

Mit einem gezackten Teigrad Quadrate von ca. 7-8 cm Kantenlänge ausradeln und ggf. mit einem feuchten Tuch bedecken. Dann auf jedes Quadrat ein kleines Häufchen Füllung – in etwa in der Menge eines halben Teelöffels – geben und das Teigquadrat schnell zu einem Dreieck schließen, dabei darauf achten, dass die Teigränder gut verschlossen sind. Nun das Dreieck zu Tortelli formen (oder auch einfach: so belassen).

Einen großen Topf mit Wasser aufsetzen, salzen, wenn es kocht.

In einer Pfanne reichlich Butter zerlassen und die Salbeiblätter dazu geben.

Die Tortelli in das siedende Wasser geben (nicht sprudelnd kochen lassen) und so lange sieden, bis sie zur Oberfläche aufsteigen. Mit einem Sieblöffel herausheben.

Anschließend in die Pfanne mit Salbeibutter geben und durchschwenken.

Mit frisch geriebenem Grana und einigen krossen Salbeiblättern servieren.

 

Tipp:
Die Tortelli lassen sich auch gut einfrieren. Dazu roh auf einem Teller einfrieren und wenn sie gefroren sind, in Beutel geben. Nicht auftauen, sondern nur leicht angetaut in siedendendes Wasser geben.

Wenn gekochte Tortellini übrig bleiben, kann man sie auch am nächsten Tag in Butter knusprig backen.

 

Buon Appetito!

Bildnachweis: Heike Hoffmann